|
"Tripplegitty" aus "motorgirls", 29,7x42 cm, Gouache auf Papier, 2001.
"Tripplegitty" out of "motorgirls", 29,7x42 cm, gouache on paper, 2001.
|
|
|
"Santana" aus "motorgirls", 29,7x42 cm, Gouache auf Papier, 2001.
Sammlung: Museum Ludwig, Köln
"Santana" out of "motorgirls", 29,7x42 cm, gouache on paper, 2001.
Public collection: Museum Ludwig, Cologne |
|
|
Motorgirls ist der Titel einer umfangreichen Bilderserie, die in den Jahren
2000 und 2001 entstanden ist.
Sie besteht aus Gouachen auf Papier im Format 29,7x42 cm und
Gemälden (Öl auf Leinwand) in verschiedenen Formaten.
Thema dieser Bilderserie ist der Blick auf das Bildmotiv "Frau und Auto",
ausgehend von Bildmaterial aus Printmedien und Werbung.
Motorgirls is the tiitle of an extensive series of paintings and
watercolour drawings I made in the years 2000 und 2001.
The gouaches on paper have the size 29,7x42 cm and the paintings
are in various sizes around 190x220 cm.
Topic of this series is a view on the picture motif -woman with car-, well known from millions of images in advertisements, films and printmedia.
|
|
 |
|
#06 aus der Serie "motorgirls", 220x180cm, Öl auf Leinwand, 2001.
|
|
Gemälde der Serie "motorgirls" in der Galerie Rehbein, Köln 2003
Ausstellungsfoto: Galerie Rehbein, Köln |
|
|
|
Von Frauen und Autos
Pressetext der Galerie Rehbein, Köln zur Ausstellung:
Antje Dorn "motorgirls", 12. Dezember 2003 bis 6. Februar 2004
Motorgirls, eine Bilderserie von Antje Dorn, zeigt Szenen, die von Frauen und Autos erzählen und das Gefährt zum Gefährten werden lassen.
Das Augenmerk ist speziell auf das Doppel Autos und Frauen gerichtet, eine Motivwahl, zu der einem jede Menge Bildmaterial im täglichen Leben, in Printmedien, in der Werbung und in Filmen begegnet. Das Automobil wird seit seiner Erfindung als Projektionsfläche für Freiheitssehnsucht,
Abenteuer, Lebenslust, Stärke und Verliebtsein benützt. Es ist nie nur praktische Alltagsmaschine, sondern kreiselt in der Vermischung von Statussymbol und menschlicher Identifikation und Mythologisierung. Eine Sehnsuchtsmaschine, die spielerischen Umgang mit der Erfüllung von Wünschen herausfordert. Durch die Anwesenheit von Frauen im Bild potenzieren und verzahnen sich diese Wunschvorstellungen, zuweilen sind sie auch nur Blickfang und beleben die Technik.
In den Bildern von Antje Dorn spielt die Frau alle Rollen - und das Auto auch.
Antje Dorn, die sich in unterschiedlichen Bildserien mit den verschlungenen Wegen menschlicher Kommunikation beschäftigt, Interpretationsspielräume und Paradoxien aufdeckt, durchbricht und dechiffriert gerade diese inszenierte Objekthaftigkeit der werbewirksamen Präsentationsmodi.
Mittels einer eigenwilligen, sich alles erlaubenden Zeichensprache tastet Dorn jene augenfälligen Reize, die als Begehrlichkeit stiftende und demnach werbewirksame Werte gehandelt werden, an.
Dabei kommen die Motorgirls meist als umrisshafte Erscheinungen daher, deren Figur angedeutet, jedoch nicht ausformuliert ist. Durch die Kontur, nicht aber durch das Volumen definiert, stehen sie ohne Körperlichkeit im Bildraum. Trotz der Attribute, die die Sexbombe von der Burschikosen unterscheiden, sind beide Erscheinungsformen gleichermaßen unkörperlich. Sie konstruiert Klischees um sie anschließend augenzwinkernd zu verschrotten.
|
|